Agilität als Methode ist eine Verführung

Agilität ist die Fähigkeit einer Organisation, flexibel, schnell und schlank, aber gleichzeitig operativ stabil in einer Zeit zu agieren, die sich volatil, unsicher, komplex und mehrdeutig (=VUCA) zeigt. Viele Programme, die zur Entwicklung von Agilität gestartet werden, greifen allerdings zu kurz und lassen uns in einem falschen Glauben zurück. Der Grund: Der Begriff „Agilität“ steht nicht für eine Methode zur Lösung eines Problems – vielmehr steht Agilität für einen andauernden Prozess und eine Transformation des Mindsets.

VUCA – dieser Begriff schwirrt schon seit über 20 Jahren durch Keynotes, Blogs und Managementliteratur. Auch wenn man ihn inzwischen selbst nicht mehr hören kann, ist er doch prägend wie noch nie.

Viele Programme, die zur Entwicklung von Agilität gestartet werden, greifen zu kurz und stecken „alte“ Themen in neue Schläuche. Und genau das ist das Problem dabei. Wir lassen uns davon verführen und glauben, wenn wir unsere bestehenden Prozesse mittels Scrum etc. digitalisiert haben, dann sind wir agil. Das Management sagt „Danke, wir haben unsere Pflicht erfüllt.“.

Natürlich sind derartige Maßnahmen als Start durchaus wichtig. Aber es ist damit nicht getan, es ist erst der Anfang einer andauernden Transformation.

Der Mensch ist nicht von Natur aus agil

Warum ist es so schwer, das Mindset zu verändern? Warum reicht die Einführung von Scrum & Co. nicht aus?

Ein Blick in die Neurowissenschaft verrät, dass wir die Tendenz haben, immer gemäß den stärksten Verbindungen im Gehirn zu denken und handeln. Diese starken Verbindungen entstehen im Gehirn durch persönliche Erfahrung, gepaart mit Emotion und Wiederholung. Wiederholung, Emotion, Wiederholung, Emotion, Wiederholung…

Starke Verbindungen im Gehirn sind wie gut ausgebaute Straßen, auf denen wir zügig vorankommen, wir uns wohlfühlen. Sie sind für uns Menschen von existenzieller Bedeutung, weil sie uns das Gefühl einer subjektiven Sicherheit geben und wir dadurch unsere persönlichen Ressourcen schonen.

Neues ausprobieren, heißt unbekanntes Terrain beschreiten. Statt auf der Autobahn zu cruisen, marschieren wir gedanklich querfeldein und sind vielen Unbekannten Gefahren ausgesetzt. Diese Unsicherheit kostet Energie, Mut und Kraft, was unser Körper und Geist instinktiv vermeidet.

Ein agiles Mindset heißt, der Anziehungskraft des Gewohnten und Erprobten zu widerstehen und immer wieder aktiv aufzubrechen.
Ein agiles Mindset heißt, der Anziehungskraft des Gewohnten und Erprobten zu widerstehen und immer wieder aktiv aufzubrechen.

Aus diesem Grund tendieren wir Menschen auf natürliche Weise immer zum Bekannten zurückzukehren. Wie eine Kugel auf einer schiefen Ebene, die, sobald sie eine Rille gefunden hat, aus dieser nur mehr schwer herauskommt. Unsere Erfahrungen sind die Rillen, die uns anziehen wir Magneten.

Ein agiles Mindset heißt, der Anziehungskraft des Gewohnten und Erprobten zu widerstehen und immer wieder aktiv aufzubrechen und neue Rillen (=Wege) zu beschreiten. Die nachhaltig agile Führungskraft baut Querverbindungen auf, die helfen zwischen den eingefahrenen Mustern zu wechseln und wiederkehrend Neues auszuprobieren.

Was ist also zu tun?

Was heute alles möglich ist, war vor fünf Jahren noch undenkbar und in zehn Jahren werden wir in einer vollkommen anderen Welt leben.

Wichtig ist zu verstehen: Es geht darum, dieses agiles Mindset zu entwickeln. Vom Wissenden zum Experimentierenden zu werden. Vollkommene Offenheit, die es erlaubt, alles infrage zu stellen und neu zu denken. Sich zu lösen von dem Gedanken, wie die Dinge zu sein haben und sich einzulassen und „hinzu spüren“, ob es nicht doch auch ganz anders gehen könnte.

Daraus ergeben sich genug Ansatzpunkte und erste konkrete Schritte für den Selbstwandel und den der Organisationen. Entweder machen wir uns auf den Weg der Veränderung oder wir werden von außen verändert werden. Die Entwicklungen warten nicht, bis wir bereit sind. Sie werden in den kommenden Jahren auf uns hereinbrechen.

Führungskräfte und Manager, die sich selbst und ihre Mitarbeiter nicht richtig aufgestellt haben, werden nicht nur die eigene Employability verlieren, sondern gänzlich den Anschluss verlieren. Denn sie können nicht nach außen tragen, was in Ihrem Inneren nicht da ist. Weder als Mensch noch als Organisation.

Für eine gute Zukunft ist immer jetzt der richtige Zeitpunkt

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, gemeinsam mit Ihrem Führungsteam an Ihrem agilen Mindset zu arbeiten. Wir schaffen mit Ihnen einen SpaceToLead, der neben den operativen Führungsaufgaben und alltäglichen Notwendigkeiten, den Fokus auf die Gestaltung der eigenen Zukunft legt.

Mit unserm Leadership Programm „FiT – Führung 4.0 im digitalen Zeitalter“ schaffen wir mit Ihnen den Rahmen für die nachhaltige Transformation zur durch und durch agilen Organisation. In 6 Modulen entwickeln Ihre Führungskräfte und Manager das notwendige agile Mindset.

Mit unserem Leadership Programm FiT 4.0 denken Sie gemeinsam mit Ihrem Führungsteam voraus und adaptieren alle führungsrelevanten Faktoren in Ihrem Unternehmen
Mit unserem Leadership Programm FiT 4.0 denken Sie gemeinsam mit Ihrem Führungsteam voraus und adaptieren alle führungsrelevanten Faktoren in Ihrem Unternehmen.

Im ersten Modul starten wir mit konkreten Fragen:

Wir begleiten Sie professionell bei dieser intensiven Auseinandersetzung mit dem eigenen Führungsverständnis. Dabei challengen wir Sie und führen Ihr Führungsteam in einen lösungsorientierten Prozess.

Von hier spannen wir den Bogen über folgende Themenbereiche:

Wenn Sie mehr über FiT, agile Unternehmenskulturen und Führung 4.0 erfahren wollen, kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gerne.

Ihr Ansprechpartner
Andrea Amberger
Andrea Amberger
T +43 1 92 500 56 | [email protected]
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