Conout_TDK_Blogpost: Going Virtual - How TDK & CONOUT adapted its training program to ensure continuous Leadership Development

Going Virtual: Wie TDK & CONOUT ihr Schulungsprogramm für Führungskräfte änderten, um eine kontinuierliche Entwicklung zu gewährleisten

Die Pandemie hat uns dazu gezwungen, die Art und Weise zu überdenken, wie wir unsere bewährten Führungsschulungen gestalten. Wir mussten uns von persönlichen Treffen verabschieden und einen neuen Raum betreten – den virtuellen Raum! Wie wir diesen neuen Raum mit seinen Möglichkeiten und Grenzen für unsere Schulungen genutzt haben und immer noch nutzen – einschließlich grundlegender Dinge wie Zusammenarbeit und Vernetzungsübungen -, erfahren Sie im folgenden Interview, das in Kooperation mit unserem Partner TDK entstanden ist.

Hier erfahren Sie, wie sich CONOUT (vertreten durch Markus Ried, Gründer), der externe Trainingspartner von TDK für das europäische und amerikanische TCDP (Territorial Career Development Program), in der neuen virtuellen Trainingsumgebung eingelebt hat. Viel Spaß beim Lesen!

An was denken Sie, wenn Sie das Wort " remote " hören?

Remote bedeutet für mich, dass man voneinander getrennt ist. Unser Training basiert jedoch auf einem engen persönlichen Austausch. Auch wenn wir uns nicht persönlich treffen können, versuchen wir als Trainingsanbieter eine Brücke zu den Teilnehmern zu bauen, indem wir sie befähigen, selbst Verantwortung für ihre eigene Entwicklung zu übernehmen.

Eine weitere wichtige Säule eines erfolgreichen Remote-Trainings ist die Selbstorganisation, bei der Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Erwartungen klar definiert sein müssen.

Um die Wünsche der Teilnehmer in die Schulungen einfließen zu lassen, stellen wir häufig und proaktiv Fragen, um das Feedback der Teilnehmer einzuholen, damit sie ihre Erwartungen und Erfahrungen mitteilen können.

Was bedeutet für Sie "Training"?

Training bedeutet immer Entwicklung, d.h. nicht nur die Vermittlung von theoretischen Inhalten oder Handlungsempfehlungen, sondern auch die Reflexion über sich selbst und das Erkennen von Stärken und Schwächen. Dies führt zu erfolgreichem und wertvollem Lernen außerhalb des Trainings und ermöglicht es den Teilnehmern, neue Fähigkeiten und Perspektiven in ihre tägliche Arbeit zu integrieren. Ein wichtiger Punkt für mich ist: Beschränken Sie sich nicht auf technische Prozesse und Aufgaben, es geht darum, die Beziehungen in Ihrem Team bewusst zu entwickeln und eine Kultur der gegenseitigen Unterstützung zu schaffen.

Deshalb versuchen wir in unseren Trainings, nicht nur den Einzelnen zu sehen, sondern das ganze System in den Blick zu nehmen. Denn wir wissen, dass der Transfer von Lerninhalten ein Umfeld und eine Kultur braucht, in der die Integration von neuem Lernen willkommen ist.

Das heißt, wir fragen unsere Teilnehmer direkt nach ihrem beruflichen Umfeld und besprechen in gemeinsamen Coaching-Sitzungen ihre persönlichen Rahmenbedingungen. Wir versuchen auch, so viel wie möglich mit den Führungskräften unserer Teilnehmer in Kontakt zu kommen und das Integrationsumfeld positiv zu beeinflussen. Die Tatsache, dass die TCDP-Trainings an verschiedenen Orten stattfinden, gibt uns die Möglichkeit, einen Einblick in die Stimmungen, Arbeitsumgebungen und auch das wirtschaftliche Umfeld zu bekommen, in dem sich unsere Teilnehmer bewegen.

Könnten Sie den CONOUT-Schulungsansatz kurz erläutern und wie Sie diesen an den Aufbau von Remote-Schulungen anpassen?

Der Mensch ist ein soziales Wesen und wir lernen am meisten durch Austausch, Dialog und neue Perspektiven. Sicherlich können technische Punkte, Sprachen und Modelle auch individuell geübt werden, aber der Transfer sollte immer sozial gestaltet werden (wie eine Sprache, die man individuell lernen kann, aber nur durch das Sprechen mit anderen). Unser grundlegender Ansatz ist die Handlungs-Reflexions-Transfer-Methodik

Entsprechend seiner Trainingsmethodik sehen Sie Markus Ried hier in freizeitlicher Aktion.
Entsprechend seiner Trainingsmethodik sehen Sie Markus Ried hier in freizeitlicher Aktion mit seinem Hund.

Dabei umfasst der Handlungsteil Übungen und andere interaktive Aufgaben wie Gruppendiskussionen oder Selbstlernphasen. Ausgehend vom Handlungsteil ist es immer wichtig, dass das neu Gelernte auch reflektiert auf die vorhandene und individuelle Persönlichkeit, den Charakter und die Fähigkeiten übertragen wird. In der Folge kann der Lerntransfer erfolgversprechend angegangen werden.

Entsprechend unseres Ansatzes versuchen wir, auch im Remote-Setting viele Gruppendiskussionen und -austausche zu ermöglichen. Mit teambildenden Übungen fördern wir vor allem zu Beginn einen ehrlichen Austausch und schaffen die Basis für gegenseitiges Feedback und nachhaltiges Lernen.

Zum Thema TCDP: Wie wirkt sich das virtuelle Training auf den gesamten Lernprozess aus?

Natürlich gibt es einen gewissen Nachteil gegenüber den früheren Gruppen, die sich permanent getroffen haben. Wenn wir mit der aktuellen TCDP-Kohorte in diesem Semester noch ein oder zwei Präsenztrainings machen können, können wir viel kompensieren – sodass auch diese Gruppe am Ende des Programms sehr zufrieden sein wird. Allerdings ist, wie bereits erwähnt, die persönliche Belastung auch mehr Work-Life-Balance-konform durch reduzierte Reisezeiten und weniger Arbeit am Schreibtisch nach dem Training.

Was war für Sie persönlich die größte Herausforderung, als Sie vor einem Jahr mit den virtuellen Trainings begonnen haben?

Aufgrund der bereits vorhandenen Erfahrungen mit Online-Meetings und isolierten hybriden Trainings gab es keine grundsätzlichen Befürchtungen. Was sich wirklich als Herausforderung erwies, war die Anpassung interaktiver Methoden an das Online-Setting – aber im Fall von TCDP haben wir meiner Meinung nach eine gute Lösung gefunden, zum Beispiel mit der Tangram-Übung (virtuelle Teambuilding- und Führungsübung).

Wenn Sie eine Sache an den virtuellen Trainings ändern könnten, was wäre das?

Ich würde für eine professionelle Ausstattung aller Teilnehmer und auch für die nötige Ruhe, Zeit und Freiräume sorgen, damit sie sich während des Online-Trainings ungestört konzentrieren können.

Können Sie uns drei positive Aspekte von Remote-Workshops nennen?

Sie sind zeit- und kostensparender sowie umweltfreundlicher im Hinblick auf Reisezeit und Kraftstoffverbrauch im Vergleich zu Präsenzschulungen.

Markus Ried und sein Team setzen verschiedene Tools und Visualisierungsmethoden ein, um interaktive und nachhaltige Trainings zu gestalten.
Markus Ried und sein Team setzen verschiedene Tools und Visualisierungsmethoden ein, um interaktive und nachhaltige Trainings zu gestalten.

Was sind die großen Unterschiede zwischen Fernunterricht und Präsenzunterricht, abgesehen von dem Faktor des persönlichen Kontakts?

Rund 95 % der Kommunikation findet nicht über Worte, sondern über Gestik und Mimik statt. Die Mimik kann in einer virtuellen Umgebung noch teilweise erkannt werden – was die Gestik betrifft, ist es aus der Ferne schwieriger als im persönlichen Gespräch. Außerdem ist die Online-Kommunikation, insbesondere wenn die Technik und die Verbindung nicht gut funktionieren, viel anstrengender als die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sehr schwierig ist, in Online-Settings die gleiche Beziehungsebene zu schaffen wie in Präsenztrainings – die daraus resultierenden Nachteil sind: eine geringere Kommunikationsqualität (inhaltliche Tiefe), weniger persönlicher Austausch und Feedback sowie Schwierigkeiten, gemeinsam als virtuelles Team kreative Lösungen zu finden.

Wie werden sich Ihrer Meinung nach die Pandemiezeiten in Zukunft auf die Trainingsstrukturen auswirken?

Die Pandemie selbst wird sich wahrscheinlich nicht auf die Trainings auswirken – wohl aber die Begleiterscheinungen. Die Erfahrungen aus der Online-Schulung und die daraus resultierenden Vorteile sollten auch in Zukunft genutzt werden, d.h. aus meiner Sicht wäre ein Mix aus Präsenzveranstaltungen und Remote-Settings gut.

Die Pandemie selbst mag einen Einfluss auf die Wahrnehmung von Unsicherheiten in Prognosen haben – sie wird aber den persönlichen Kontakt (der begrenzt war) wieder stärker in den Vordergrund rücken.

Können Sie uns einen Ihrer wichtigsten Momente und Höhepunkte des TCDP nennen?

Rückblickend waren für mich die Trainings in Israel und Istanbul sicherlich ein Highlight, denn die Betreuung vor Ort war großartig und die historischen Highlights waren sicherlich sehr beeindruckend (z.B. die Privatführung durch die Hagia Sophia, die Stadtführung durch Jerusalem). 

Für mich ist natürlich das letzte Modul mit den Abschlusspräsentationen immer ein Höhepunkt, bei dem ich einen gewissen Stolz auf die Leistung und das Engagement unserer Teilnehmer für die TCDP-Reise und ihre TCDP-Projekte entwickle (während des TCDP bilden die Teilnehmer Projektgruppen und arbeiten über einen Zeitraum von 9 Monaten an selbstgewählten Projektthemen. Beim letzten TCDP-Modul präsentieren sie die Ergebnisse ihrer Projektarbeit vor dem jeweiligen Gebietsausschuss). Außerdem versuche ich immer, unterhaltsame und lustige Momente in die Schulung einzubauen.

Markus Ried hält die Höhepunkte der TDCP-Aktivitäten im Freien fest.
Markus Ried hält die Höhepunkte der TDCP-Aktivitäten im Freien fest.

Sicherlich sind unsere Outdoor-Methoden für die Teilnehmer sehr abwechslungsreich. Da Hormone wie Dopamin, Serotonin und Adrenalin eine Voraussetzung für das Lernen sind, wäre ein zu ernsthafter und rein kognitiver Ansatz nicht förderlich.

Was gefällt Ihnen am meisten daran, Ausbildungspartner von TCDP zu sein?

Bereits bei der ersten Angebotspräsentation habe ich erwähnt, dass eine Voraussetzung für den Erfolg des Programms ist, dass sowohl wir von CONOUT als auch die Global HR-Abteilung von TDK ein gemeinsames Lernteam bilden: nicht die klassische Auftraggeber-Dienstleister-Rolle, sondern vielmehr, dass wir beide Ansprechpartner für unsere Teilnehmer sind und auch gemeinsam das Programm weiterentwickeln. Das funktioniert meiner Meinung nach sehr gut und motiviert uns, mehr zu tun, als die vertraglich vereinbarte Leistung zu erbringen.

Wenn Sie eine Superkraft haben könnten - welche wäre das und warum?

Ich weiß nicht, ob ich das als Superkraft bezeichnen würde – aber vielleicht “pandemische Verschwindungskraft”. Aber abgesehen von der Pandemie wäre das Beamen natürlich toll – um die Nachteile des Präsenztrainings zu kompensieren. Ich würde meine Beam-Power nutzen, um den Teilnehmern bei ihrer täglichen Arbeit über die Schulter zu schauen und sie bei bestimmten Herausforderungen mit Kunden / Kollegen und ihren Vorgesetzten direkt zu unterstützen.

Privat denke ich, eine Superkraft zu haben, macht einen auch super einsam, denn man ist der Einzige, der diese Kraft hat und auf der anderen Seite erwartet jeder, dass man das tut, was man mit seiner Superkraft zu tun hat. Deshalb bin ich froh, dass ich keine Superkräfte habe. Stattdessen bin ich dankbar dafür, dass ich immer noch auf hohe Berge klettern und lange Radtouren bewältigen kann, auch wenn mir das vor 20 Jahren noch etwas leichter fiel.

Lesen Sie auch: Carsten Kück im Interview über das Territorial Career Development Program (TCDP) in Kooperation mit CONOUT

Ihr Ansprechpartner
Markus Ried
Markus Ried
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